Im Interview mit Bürgermeister Dennis Junk und Geschäftsführer des Linus Wittich Verlags Föhren, Dietmar Kaupp

1. In den vergangenen Wochen war das Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Wittlich-Land nicht nur Thema in den Ausschüssen sowie dem Verbands-gemeinderat, auch wurde innerhalb einer Informationsveranstaltung in Minderlittgen darüber berichtet. Was war letztlich der ausschlaggebende Punkt, sich für ein innovatives Mitteilungsblatt zu entscheiden?

Dennis Junk: „Es gab mehrere Gründe für ein neues Mitteilungsblatt, nicht zuletzt der Wunsch nach einem moderneren Layout. In der Vergangenheit wurde zudem oft kritisiert, dass es den Vereinen und Verbänden nur möglich ist, ihre Veranstaltungen im Rahmen einer kurzen Ankündigung zu bewerben. Dabei nimmt das Ehrenamt innerhalb unserer Dörfer eine derart bedeutende Position ein, dass es schließlich auch möglich sein sollte, ausführlicher darüber berichten zu dürfen. Die Vereine sind der Motor unserer Dorfgemeinschaft und sorgen mit ihrem uneigennützigen Engagement für ein harmonisches sowie lebendiges Miteinander. Dieses Engagement muss vielmehr gewürdigt werden. Auch Herr Kaupp hat diesen Ansatz von Beginn an unterstützt und so konnten wir uns in intensiven Gesprächen schließlich unter Berücksichtigung einer Vertragsanpassung auf eine vielfältigere Berichterstattung einigen.“

2. Inwiefern ist es nun möglich, eine derartige Nachberichterstattung für Vereine und Verbände zu gestatten?

Dietmar Kaupp: „In Zeiten des stetig zunehmenden Informationsflusses haben wir es geschafft, das reine Amtsblatt zu einem Mitteilungsblatt, bestehend aus einem amtlichen sowie einem nichtamtlichen Teil, umzustellen. Insgesamt ist es unsere Intension, mithilfe einer ausgedehnten Berichterstattung das Mitteilungsblatt attraktiver für den Leser zu gestalten und gleichzeitig das Dorfgeschehen noch lebendiger abzubilden. Das neue ‚Blättchen‘ wird damit zwar an Umfang zunehmen, unterdessen aber aufgrund der neuen Struktur übersichtlich bleiben. Jede Leserin, jeder Leser kann somit selbst entscheiden, welche Information oder welcher Artikel für sie oder ihn wichtig ist.“

3. Inhaltlich gut und schön, doch wieso ändert sich der Titel von „Das Rathaus“ auf „Mein Wittlich.Land“?

Dennis Junk: „Der Titel ‚Das Rathaus‘ ist eine allgemeine Bezeichnung, die auf nahezu jede Verwaltung passen würde. Zwar besitzt er einen amtlichen Charakter, dennoch fehlt ihm die Identifikation. ‚Mein Wittlich.Land‘ dagegen betont die persönliche Note, hebt die Gemeinschaft und das ‚Wir-Gefühl‘ hervor. Wir alle leben hier und tragen unseren Teil zu einem harmonischen Miteinander bei. Gleichzeitig erfahren wir im Mitteilungsblatt all‘ das, was uns und unsere Heimat betrifft. Gerade die Tatsache, dass den Vereinen zukünftig mehr Raum zur Verfügung gestellt wird, unterstreicht diesen Gedanken einmal mehr."

4. In den Gremien der Verbandsgemeinde wurde intensiv darüber diskutiert, ob zwischen VerbandsgeMEINde Wittlich.Land ein Bindestrich oder ein Punkt als Bindeglied dienen soll. Warum haben sie sich im Rat für den Punkt entschieden?

Dennis Junk: „Natürlich wissen wir wie man Wittlich-Land schreibt und wie unsere Verbandsgemeinde heißt. Das steht im Übrigen auch im Titel explizit so drin. Nun ist aber ein Logo entwickelt worden, das nicht nur Wörter oder Namen wiederspiegelt, sondern auch eine Bedeutung übermitteln soll. Die unterschiedlichen Grautöne und der Punkt, sollen einfach den ländlichen Raum hervorheben. Es geht um ‚Mein.Land'. Deshalb heißt es auch im Innenteil ‚Neijes vom Land'."

5. Kann das Mitteilungsblatt in Zeiten zunehmender Social Media-Aktivitäten noch standhalten?

Dietmar Kaupp: „Klar ist, dass die sozialen Medien einen immer größeren Raum einnehmen, gerade bei der jüngeren Generation. Dennoch schließt das eine das andere nicht aus. Nachrichten und Informationen wird es glücklicherweise immer zu genüge geben, sodass alle Medienkanäle daraus schöpfen können. Interesse wecken jedoch vordergründig diejenigen Nachrichten, die ‚vor der eigenen Haustür‘ passieren – und genau über diese berichten wir in ‚Mein Wittlich.Land‘. Zudem leben wir immer noch in einer Generation, in der sich noch nicht alle mit dem Internet auseinandergesetzt haben oder die Möglichkeiten besitzen, die Nachrichten online zu lesen. Allen anderen steht ab sofort das Mitteilungsblatt auch als ePaper zur Verfügung.“

6. Auch Sie sind mit der Verbandsgemeinde Wittlich-Land zunehmend auf den unterschiedlichen Social Media-Kanälen verfügbar. Wie vereint sich diese Tatsache mit dem neuen Mitteilungsblatt?

Dennis Junk: „Die Aktivitäten auf den einzelnen Social Media-Kanälen stellen keine Konkurrenz zu unserem Mitteilungsblatt dar, im Gegenteil – sie unterstützen dieses. Oftmals werden Berichte vorab auf den Sozialen Netzwerken nur angerissen und auf einen ausführlichen Bericht im Mitteilungsblatt hingewiesen. Somit wird dieses Medium zusätzlich beworben. In der heutigen Zeit haben all‘ diese Medien ihre Daseinsberechtigung, man sollte also sowohl die Tradition wahren, gleichzeitig aber auch offen für Neues sein – und die Sozialen Medien gehören nun mal dazu.“

7. Was ändert sich nun konkret für die Vereine? Auf was müssen diese im Einzelnen achten?

Dietmar Kaupp: „Die Vereine und Verbände sowie andere ehrenamtlich strukturierte Organisationen haben ab September die zusätzliche Möglichkeit, Nachberichte zu veröffentlichen. Dazu stehen ihnen max. 2.500 Zeichen sowie 2 Fotos zur Verfügung. Wichtig ist mir hier nochmals zu betonen, dass es nicht darum geht, diese Zeichen ‚mit Ach und Krach‘ auszuschöpfen, sondern dennoch den Fokus auf eine interessante wie auch bedeutende Berichterstattung zu legen. Außerdem besteht die Möglichkeit für ortsansässige Vereine und Verbände, kostenlos die Titelseite des nichtamtlichen Teils sowie zweimal eine ¼-Seite für die Bewerbung von Veranstaltungen zu reservieren. Für 75 € kann man darüber hinaus eine halbe sowie für 100 € eine ganze farbige Innenseite mit Werbung versehen. Alle CMS-User und Redakteure müssen sich daher ab dem 31.08.2018 mit ihren bekannten Anmeldedaten einloggen und die Kategorien neu auswählen.“

8. Und wer kann dann zukünftig die Titelseite belegen?

Dennis Junk: „Die Titelseite steht der Verbandsgemeinde bzw. den Ortsgemeinden und der Stadt Manderscheid für die Bewerbung herausragender Ereignisse wie beispielsweise die 950-Jahrfeier in Hetzerath zur Verfügung. Daneben sollen schöne Landschaftsaufnahmen das Besondere gleichermaßen wie die Vielfalt in unserer Verbandsgemeinde noch einmal stärker ins Bewusstsein rufen.“

9. Können Sie uns abschließend die Ansprechpartner/innen nennen, die für das neue Mitteilungsblatt zuständig sind?

Dietmar Kaupp: „Der amtliche Teil des Mitteilungsblattes fällt in den Zuständigkeitsbereich der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Hier übernimmt Frau Andrea Kranz ab September die Redaktion. Frau Kranz ist von montags bis mittwochs in der Zeit von 08.00 Uhr – 12.00 Uhr erreichbar. Den nichtamtlichen Teil bearbeiten die Mitarbeiter/innen des LINUS WITTICH Verlags. Unter der Durchwahl 06502/9147-213 oder -218 erfolgt hier die direkte Kontaktaufnahme.“


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