Binsfeld - Ein bisweilen unterschätzter Wirtschaftsstandort

Bürgermeister setzt Unternehmensbesuche fort

Die Gemeinde Binsfeld zeichnet sich durch ihre zentrale Lage zwischen den Städten Trier, Bitburg und Wittlich aus. Die Verkehrsanbindung ist aufgrund der ortsquerenden B 50 sowie der nahegelegenen A 60 hervorragend. Gleichzeitig verfügt Binsfeld über eine gute soziale Infrastruktur mit einer Grundschule, einem Kindergarten sowie einer derzeit noch sehr guten ärztlichen Versorgung. In den 1990er Jahren hat sich die Gemeinde dazu entschlossen, ein Gewerbegebiet zur Ansiedlung von kleinen und mittleren Unternehmen auszuweisen. Binsfeld zählt mittlerweile über 30 Gewerbetreibende. Daher ist es von besonderer Bedeutung, einheimische Unternehmen an die Region zu binden, Entwicklungspotenziale anzubieten, aber auch Unternehmen zu gewinnen. „Wichtig ist die Stärkung der kleineren und mittleren Betriebe mit der Möglichkeit, Investitionsmaßnahmen zur Sicherung der Wirtschaftsstruktur und zur Schaffung von Dauerarbeitsplätzen aufzuzeigen“, so Bürgermeister Dennis Junk. „Ziel ist es, Unternehmen und Fachkräfte von den Standortvorteilen in Binsfeld zu überzeugen“, erklärt Ortsbürgermeister Walter Faber. Bei diesem Vorhaben wird die Ortsgemeinde durch die Verbandsgemeinde Wittlich-Land unterstützt. Daher besuchte Bürgermeister Dennis Junk zusammen mit Ortsbürgermeister Walter Faber und Vertretern der Verwaltung im August die Metzgerei Mittler sowie die Metallbau Klippel GmbH in Binsfeld.

Die Metzgerei Mittler hat ihren Ursprung in Niersbach. Im Jahre 1991 wagte der damals 21-jährige Andreas Mittler als jüngster Metzgermeister Deutschlands den Schritt hin zur Selbständigkeit. Er pachtete einen alten Metzgerladen mitten in Niersbach. Der Jungunternehmer investierte nicht nur dort, sondern eröffnete 1995 seine erste Zweigstelle in Ensch. Nach 10 Jahren plante Andreas Mittler die Metzgerei in Niersbach zu kaufen, jedoch ohne Erfolg.

v.l.n.r. Walter Faber, Ortsbürgermeister, Mathias Justen, Wirtschaftsförderer der VG Wittlich-Land,
Bürgermeister Dennis Junk, Andreas Mittler, Geschäftsführer der Metzgerei Mittler und Günter Weins,
Fachbereichsleiter "Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen"

Also suchte er händeringend ein neues Ladenlokal und wurde schließlich in Binsfeld fündig. Im Jahr 2001 übernahm er die Metzgerei Hees und richtete dort die Produktion sowie den Hauptsitz ein. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Nachfrage nach seinen Fleisch- und Wurstwaren steigt beständig. Daher wurde die Fertigung ausgeweitet und das Filialnetz erweitert. Neben der Hauptfiliale in Binsfeld, betreibt der Unternehmer fünf weitere Fachgeschäfte in Ensch, Orenhofen, Salmtal, Dreis und Manderscheid. Der anhaltende Investitions- bzw. Wachstumskurs soll beibehalten werden. „Die Filiale in Dreis wird komplett erneuert, vergrößert und erhält eine moderne, ansprechende Optik. Außerdem wird es mit der Neueröffnung einen Frühstücksservice geben“, so Andreas Mittler. Die Metzgerei Mittler ist Regionallieferant für 4 Supermärkte in der Region und mittelfristig sollen weitere hinzukommen. Aus diesem Grund ist die Ausweitung der Produktion vorgesehen. „Durch den neuen Produktionsbetrieb könnten in Binsfeld bis zu 10 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen“, erklärt Andreas Mittler. Hierdurch wird der Wirtschaftsstandort Binsfeld weiter wachsen und an Bedeutung gewinnen. Die Verwaltung wird prüfen, welche Förderungen und Hilfen möglich sind.

Nach dem Besuch der Metzgerei Mittler wurde die Firma Metallbau Klippel GmbH im Gewerbegebiet besichtigt. Dort empfing Geschäftsführerin Marion Klippel-Hardt gemeinsam mit Hans-Josef Hardt die Delegation um Bürgermeister Junk. Im Dialog mit der Unternehmensleitung informierte sich Dennis Junk über die derzeitigen und künftigen Herausforderungen. Auch hier ist man zuversichtlich, die derzeit positive Entwicklung beibehalten zu können.

Die Firma Metallbau Klippel GmbH produziert Fassaden, Fenster, Türen sowie Rauchschutz- und Brandschutztüren aus Aluminium und Stahl und ist eines von wenigen Unternehmen, das auf die Fertigung von sprengwirkungshemmenden Elementen spezialisiert ist. Die gesamte Wertschöpfung von Konstruktion, Herstellung bis hin zur Montage vor Ort wird mit eigenen Mitarbeitern erbracht.

Alles begann im Jahre 1965, als die Eltern der Geschäftsführerin, Norbert und Ingrid Klippel, in jungen Jahren den Weg in die Selbstständigkeit wagten. Es wurden zunächst Schlosserarbeiten ausgeführt. Die Fertigung fand in einem Nebenraum des Wohnhauses statt, mit wenigen Mitarbeitern. Anfang der 1970er Jahre wurde die erste Halle im heutigen Industriegebiet gebaut. Seitdem wächst der Betrieb stetig und umfasst mittlerweile mehrere Hallen.

v.l.n.r. Mathias Justen, Wirtschaftsförderer der VG Wittlich-Land, Bürgermeister Dennis Junk, Marion Klippel-Hardt,
Geschäftsführerin der Metallbau Klippel GmbH, Hans-Josef Hardt, Technischer Leiter, Walter Faber, Ortsbürgermeister und Günter Weins, Fachbereichsleiter "Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen"

Heute ist die Metallbau Klippel GmbH führender Schüco-Verarbeiter im Raum Wittlich, Trier, Bitburg. „Wir arbeiten regional als auch überregional vor allem für öffentliche Auftraggeber und Industriekunden. Jeder Auftrag stellt eine neue Herausforderung für uns und unsere Mitarbeiter dar, der wir uns immer wieder gerne stellen.“ So baute die Metallbau Klippel GmbH beispielsweise die Fenster- und Fassadenelemente der Stadthalle in Bitburg oder auch die der Mensa des Cusanus-Gymnasiums in Wittlich. Aktuell werden für ein führendes Unternehmen der Heizungsbranche knapp 800 Aluminiumelemente hergestellt und montiert sowie Stahlrohrrahmenfenster in Sonderkonstruktion für die Kreisverwaltung Kaiserslautern.

Der bisherige stetige Wachstumskurs soll beibehalten werden. Daher strebt man mittelfristig die Erweiterung des Betriebsgeländes inklusive einer zusätzlichen Hallenerweiterung an. „Wir freuen uns sehr über die jeweiligen unternehmerischen Erfolgsgeschichten in Binsfeld. Sie sind sinnbildlich dafür, dass Binsfeld ein unternehmerfreundliches Umfeld bietet, indem Wachstum möglich ist“, resümierten Walter Faber und Dennis Junk.

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