Landwirte und Lohnunternehmen unterstützten die Feuerwehr im Sommer 2026
Die Wald- und Vegetationsbrandsaison 2026 neigt sich dem Ende zu. Hinter den Einsatzkräften der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Wittlich-Land liegt ein arbeitsreicher Sommer. Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen führten immer wieder zu Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden und stellten die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen.
Eine wichtige Unterstützung erhielten die Feuerwehren dabei von den heimischen Landwirten und Lohnunternehmen. Sie stellten bei zahlreichen Einsätzen kurzfristig Fahrzeuge, große Transport- und Güllefässer sowie landwirtschaftliche Maschinen zur Verfügung und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Einsatzerfolg.
Insbesondere die Löschwasserversorgung abseits befestigter Straßen stellt die Feuerwehr bei Vegetationsbränden immer wieder vor Herausforderungen. Landwirtschaftliche Fahrzeuge können große Mengen Wasser in kurzer Zeit auch in schwer zugängliche Bereiche transportieren. Mit Güllefässern lassen sich zudem größere Flächen gezielt bewässern und Glutnester beziehungsweise ein erneutes Aufflammen eindämmen.
„Gerade bei Vegetationsbränden sind unsere Landwirte eine großartige Unterstützung für die Feuerwehr. Innerhalb kürzester Zeit können zehntausende Liter Wasser an die Einsatzstelle gebracht werden. Mit den großen Fässern können Flächen schnell bewässert und damit ein Wiederaufflammen verhindert werden. Diese Unterstützung ist für uns bei größeren Vegetationsbränden inzwischen von enormem Wert“, erklärt Wehrleiter David Backendorf.
Doch nicht nur bei der Wasserversorgung ist die Landwirtschaft ein wichtiger Partner. Mit Grubbern und anderen Bodenbearbeitungsgeräten können beispielsweise Schutzstreifen rund um brennende Flächen gezogen werden. Dadurch wird brennbares Material entfernt und die weitere Ausbreitung eines Feuers erschwert.
Bereits im Frühjahr hatte die Feuerwehr Wittlich-Land daher gezielt Kontakt zu Landwirten und Lohnunternehmen mit großen Transportfässern aufgenommen. Die Resonanz war ausgesprochen positiv: Zahlreiche Betriebe erklärten sich unmittelbar bereit, die Feuerwehr im Einsatzfall mit ihren Fahrzeugen, Maschinen und ihrer Erfahrung zu unterstützen. Zusätzlich bestehen vielerorts bereits auf örtlicher Ebene enge Kontakte zwischen den Feuerwehreinheiten und den ansässigen landwirtschaftlichen Betrieben. Auch diese kurzen Wege haben sich während der Einsätze im Sommer bewährt.
Für das kommende Jahr soll diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut und strukturiert werden. Geplant ist eine Beteiligung am Netzwerk „Red Farmer“. Dort können sich Landwirte registrieren, damit im Einsatzfall schnell auf geeignete Fahrzeuge, Maschinen und Ansprechpartner zurückgegriffen werden kann. Über die geplante Umsetzung und die Möglichkeiten zur Registrierung wird die Verbandsgemeinde in den kommenden Wochen gesondert im Mitteilungsblatt informieren.
Ein herzliches Dankeschön!
Die Feuerwehr und die Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land bedanken sich herzlich bei allen Landwirten und Lohnunternehmen, die im Sommer 2026 ihre Zeit, ihre Fahrzeuge, ihre Maschinen und nicht zuletzt ihre persönliche Arbeitskraft zur Verfügung gestellt haben.
Viele dieser Unterstützungsleistungen erfolgten spontan und unkompliziert – oftmals mitten im laufenden landwirtschaftlichen Betrieb. Diese Hilfsbereitschaft ist keineswegs selbstverständlich und zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb unserer Verbandsgemeinde ist.
Feuerwehr und Landwirtschaft haben in diesem Sommer mehrfach Hand in Hand gearbeitet. Gemeinsam konnte die Ausbreitung von Bränden verhindert, Einsatzzeiten verkürzt und größerer Schaden abgewendet werden.
Dafür sagen wir: Herzlichen Dank für diese großartige Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit!
Manuel Follmann
Bürgermeister
David Backendorf
Wehrleiter