Mosenberg-Vulkangruppe

Die Erdgeschichte rund um die Mosenberg-Vulkane begann vor 400 Millionen Jahren – im Devon – mit der Ablagerung festländischer Lockergesteine aus nördlicher Richtung in einem Meer, welches das Gebiet der heutigen Eifel von Westen nach Osten querte. Danach zog sich das Meer zurück und seine mehrere Kilometer mächtigen Ablagerungen, im wesentlichen Sandsteine und Tonschiefer, wurden zu einem Gebirge aufgefaltet. Gleichzeitig begann aber auch die Abtragung dieses aufsteigenden Gebirges zu einem Rumpfgebirge. Die devonischen Gesteinsschichten bilden bis heute das Grundgebirge der Eifel.

Schon vom Weiten erkennt man die Mosenberg-Reihenvulkangruppe bei Bettenfeld, die sich 100 m über der Rumpfgebirgsoberfläche des Rheinischen Schiefergebirges erhebt. Die vulkanische Geschichte der Mosenberg-Reihenvulkangruppe begann vor 80.000 Jahren mit dem ersten Ausbruch. Es folgten weitere Ausbrüche entlang einer nordnordwestlich/südsüdöstlich verlaufenden Linie, ähnlich einer Perlenkette.

Die Mosenberg-Reihenvulkangruppe besteht aus sechs Ausbruchsstellen. In deren Lava-Gruben wurden beim Abbau das südlichste und älteste Förderzentrum des 1. Ausbruchs mit mehreren, fiederförmigen Schloten freigelegt. Der eigentliche, 517 m hohe Mosenberg besteht aus 2 Schlackenkegeln (2. und 3. Ausbruch). Aus dem Südlichen der beiden Vulkane ist ein 17 m mächtiger, basaltischer Lavastrom durch den 1.600 m langen Horngraben bis in das Tal der Kleinen Kyll geflossen. Dort am Ende befindet sich die Wolfsschlucht, ein aufgegebener Steinbruch, in dem Basaltsäulen anstehen.

Der Windsborn-Schlackenkegel, die 4. Ausbruchsstelle, ist durch eine deutliche Geländesenke von den beiden Mosenberg-Vulkanen getrennt. In seinem Krater befindet sich ein See mit Verlandungszone, um geben von einem Ringwall aus Schweißschlacken. Der 80-120 cm tiefe, nährstoffarme Regenwasser-See ist der „einzige Kratersee“ nördlich der Alpen. An der höchsten Stelle (497 m) des Kraterwalls wurde ein Gipfelkreuz aufgestellt.

Das heute vermoorte Hinkelsmaar wird von einem flachen Wall umgeben. Dieser besteht aus Schlacken und Tuffen. Im Trichter befand sich früher ein Maarsee. Die organischen Seeablagerungen stehen im Bohrprofil bis 5 m an, danach bis 10 m Tuffe. Im Jahre 1840 wurde an der flachsten Stelle des Walls ein Stollen gegraben, um das Wasser zur Torfgewinnung abzulassen. Wo heute das Hinkelsmaar zu sehen ist, existierte früher ein größerer Schlackenkegel mit Krater (5. Ausbruch). Dieser wurde durch die Eruption des Hinkelsmaar (6. Ausbruch) zerstört. Belegt werden kann dies durch im NE-Teil des Kraterrandes vorhandene Schlacken, die sich nach Westen mit 3-5 m mächtigen Schweißschlacken und grobkörnigen Tuffen mit Lavabomben auf über 20 m Länge fortsetzen.

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