Eifelsteig

Über 313 km führt der Premiumwanderweg „Eifelsteig“, der zu den Top Trails of Germany gehört, vom Aachener Dom zur Porta Nigra in Trier. Er bietet Wandererlebnisse auf höchstem Niveau. Unterwegs erwartet den Wanderer die Eifel, eine urwüchsige Mittelgebirgslandschaft mit spektakulären Ausblicken, malerischen Bachtälern in unterschiedlichen Naturräumen voller Sehenswürdigkeiten und Abenteuern. Kleine Eifeldörfer, malerische Burgstädtchen und rauschende Wasserfälle säumen den Weg. 

Fels und Wasser begleiten den Wanderer auf dem Eifelsteig getreu seinem Motto von Aachen bis Trier. Die Strecke ist in 15 Etappen eingeteilt, jede für sich hat ihren eigenen Charakter.

Nach dem Start in Kornelimünster  vor den Toren Aachens gelangt man bereits am zweiten Tag in das Naturschutzgebiet „Hohes Venn“. Über Monschau und den Rursee führt der Weg in den Nationalpark Eifel. Durch die einsamen Wälder der Nordeifel gelangt man schließlich zum Kloster Steinfeld von dort nach Blankenheim zur Quelle der Ahr. Durch die Wachholderheiden des Lampertstales nähert man sich der rheinland-pfälzischen Grenze und erreicht Hillesheim, die Krimi-Hauptstadt Deutschlands. Die Gerolsteiner Dolomiten und die Augen der Eifel, die Maare, sind besondere Highlights auf dem Weg. Über Daun erreicht man schließlich Manderscheid.
Nach einem sagenhaften Ausblick auf die beiden Manderscheider Burgen führt der Weg zum nächsten Etappenort, dem Kloster Himmerod. Bis kurz vor Himmerod verliefen Eifelsteig und der Lieserpfad, nach Manuel Andrack der schönste Wanderweg der Welt, auf einer gemeinsamen Trasse. Hier trennen sich ihre Wege, der Lieserpfad folgt der Lieser, der Eifelsteig sucht sich seinen Weg in Richtung Salm, auf die er bei Himmerod trifft.

Ab hier führt der Eifelsteig über 31 km durch die Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Auf etwa der Hälfte dieser Strecke sorgt die Gemeinde Landscheid dafür, dass der Eifelsteig Premiumcharakter hat. Die Flüsse Lieser und Salm prägen das Landschaftsbild in dieser Region der südlichen Eifel. Eine großartige Landschaft präsentiert sich den Wanderern zwischen Himmerod und Bruch. Über 16 km geht es durch Wald und über Wiesen, immer begleitet von der Salm. In regelmäßigen Abständen wandert man an Mühlen vorbei, die heute noch bewohnt sind. Im übrigen gilt im Bereich dieser Etappe der Slogan „Natur pur“. Hinter der Mesenmühle gelangt man auf einen Abschnitt, der zu den schönsten des Eifelsteiges gehört. Hier verdient der Wanderweg tatsächlich den Begriff „Steig“. Auf einem schmalen Pfad geht man oberhalb der Salm entlang, die unten im Tal gemächlich vor sich hinfließt. Vor dem Hotel Viktoria hört man das Rauschen des Flüsschens, umgeben von wilder Natur. Und immer wieder herrliche Blicke hinunter ins Flusstal. Hier überquert man auch den 50. Breitengrad, auf dem der 50. Breitengrad-Wanderweg verläuft.

Kurz vor der Breitmühle im Salmtal biegt der Eifelsteig rechts in Richtung Landscheid ab.

Wegen der vielen Mühlen ist hier die Erlebnisschleife „Mühlen an Lieser und Salm an den Eifelsteig angebunden.

In Landscheid führt uns die Beschilderung des Eifelsteiges am Ortseingang links um den Ort herum, geboten werden großartige Weitblicke über das Wittlicher Land. Alternativ ist auch ein Zuweg durch den Ort ausgeschildert, wo es Restaurationsmöglichkeiten gibt. Sehenswert sind hier ein historischer Händlerwagen und das Geburtshaus des Eifeldichters Peter Zirbes.

Nachdem man Landscheid hinter sich gelassen hat, steigt man hinab in das Kailbachtal in Richtung Bruch. Hier erlebt man wieder die Natur von ihrer schönsten Seite. Nirgendwo sonst ist man mit dem Motto des Eifelsteiges „Wo Fels und Wasser Dich begleiten“ so nah verbunden wie zwischen Niederkail und Bruch. Ein schmaler Pfad, rechts felsige Steilhänge und links die Salm. Und dazu frische gesunde Luft, im Sommer herrlich kühl, Ruhe und entspanntes Wandern, was will das Wandererherz mehr? Auf diesem Streckenabschnitt verläuft auch die Erlebnisschleife „Wittlicher Säubrenner“.

Es folgt, nachdem man den Wald verlassen hat, ein kurzer Anstieg und danach ein Panoramablick auf das nächste Etappenziel, die Gemeinde Bruch. Bruch hat einiges zu bieten. Neben einer restaurierten Ölmühle und einem ehemaligen Krugbackofen ist die Wasserburg das historische Highlight der Etappe. Die Burg Bruch war ursprünglich Sitz der Herren von Bruch, deren früheste urkundliche Erwähnung in das Jahr 1138 führt. Heute ist die Burg bewohnt und eine erstklassige Unterkunftsmöglichkeit für Wanderer. Im Kapellensaal schließen viele Paare den Bund fürs Lebens.

Hinter Bruch verlässt der Eifelsteig das Salmtal und verläuft nun durch ein Seitental der Salm entlang des Gladbaches in Richtung Heckenland. Auf schmalen Pfaden erreichen wir Gladbach. In der Ortsmitte ist ein schönes Biotop angelegt. Ein Hohlweg führt nun etwas bergauf in Richtung Greverath. Greverath, ein schmuckes Örtchen mit schönen Vorgärten, bietet etliche Rastmöglichkeiten. Einer der schönsten Rastplätze ist das „Steinessebeerchen“. Hier entspringt ein Bach. Eine Pause auf den Liegen, eine Rast an Tischen mit Bänken, dem Plätschern der Quelle zuzuhören, außer Vogelgezwitscher nur absolute Ruhe zu genießen, das ist Erholung pur.

„Wald und Kultur – Erholung pur“ das ist auch das Motto des Vereines Meulenwald. Man befindet sich hier mitten im Landschaftsschutzgebiet Meulenwald, das sich zwischen den Städten Wittlich und Trier erstreckt, begrenzt von den Flüssen Kyll und Salm. Es umfasst eine Gesamtfläche von 15.000 ha und bietet wirklich Erholung pur in unberührter Natur. Viele Sehenswürdigkeiten erschließen sich dem Wanderer, Schlösser und Burgen, idyllische Bachtäler und die Eifelhöhen. Der Kellerberg bei Dierscheid ist mit 448 m Höhe die höchste Erhebung in der Südeifel. Von seinem Aussichtsturm hat man einen, sehr weiten, herrlichen Rundumblick.

Auf einem gut ausgeschilderten Wanderwegenetz sprudeln als geologische Besonderheit 8 Mineralquellen, die durch den Mineralquellenwanderweg erschlossen sind.

Man befindet sich hier auch auf der Erlebnisschleife des Eifelsteiges „Im Meulenwald“.

Wandert man nun weiter, erreicht man durch eines der größten Rotwildreviere der Eifel den Landkreis Trier-Saarburg.

Das „Rothaus“ begrüßt den Wanderer mit kühlen Getränken in seinem schönen Biergarten. An Zemmer vorbei führt die Strecke jetzt ins Tal der Kyll nach Kordel. Die Burg Ramstein, die Wasserfälle des Butzerbaches und die Genovevahöhle sind neben beeindruckenden Blicken in das Kylltal sehr zum Besuch zu empfehlen.

Nun ist es nicht mehr weit zum Eifelsteigfinale. Ein Felsenpfad führt oberhalb der Römerstadt Trier bis zur Kaiser-Wilhelm-Brücke. Den Blick von hier auf die älteste Stadt Deutschlands muss man einfach nur genießen.  Hier endet die offizielle Wegführung des Eifelsteiges. Ein Zuweg führt den Wanderer weiter bis zur Porta Nigra, dem Wahrzeichen der ehemaligen römischen Kaiserstadt Trier.





Kurzportrait (Etappe 12):

  • Länge: 18,2 km
  • Wanderzeit: 5,5 Stunden
  • Aufstieg: 416 m
  • Abstieg: 497 m
  • Schwierigkeit: mittel