Auszubildende der Verbandsgemeinde Wittlich-Land siegen beim Digiscouts-Projekt in Koblenz

39 Auszubildende – 9 Unternehmen – 7 Monate – 1 Siegerteam. Unsere Digiscouts haben es geschafft – mit ihrer App „Mein Wittlich.Land“ konnten sie sich bei der Ergebnispräsentation in der IHK Koblenz erfolgreich gegen die Konkurrenzbetriebe aus der Wirtschaft durchsetzen und mit ihrem perfekten 2-Minuten-Pitch das Publikum überzeugen.

Als zwölfte Region in Deutschland startete Koblenz im Mai das Projekt „Auszubildende als Digitalisierungssouts“. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte und vom RKW Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit den RKW-Landesorganisationen vor Ort umgesetzte Projekt hat das Ziel, mit Hilfe der Azubis Digitalisierungspotenziale in den Unternehmen/Verwaltungen aufzuzeigen. Dazu nutzen die Auszubildenden digitale Hilfsmittel und ihre eigene Perspektive auf ihre Ausbildungsstätten. Im Team entwickeln sie daraus eine Projektidee und setzen diese nach der Zustimmung der Geschäfts-/Behördenleitung auch um. Begleitet werden sie dabei von einem Coach der RKW Hessen GmbH, die das Projekt deutschlandweit durchführt.


So stellten auch unsere fünf Auszubildenden Bürgermeister Dennis Junk ihre Ideen innerhalb einer PowerPoint-Präsentation vor. Die App überzeugte direkt und so war der Weg frei für die weitere Entwicklung.

Fünf Monate verblieben nun noch, sich mit den Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung über vorhandene Sachverhalte wie auch Abläufe auszutauschen, alle benötigten Daten zu sammeln und schließlich alles in die App einzupflegen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die App „Mein Wittlich.Land“ steht unseren Bürgerinnen und Bürgern in Abstimmung mit den OrtsbürgermeisterInnen ab Januar mit zunächst vier Funktionen zur Verfügung.

· Online.News
Aktuelle Pressemitteilungen sowie amtliche Bekanntmachungen können hier nachgelesen werden.

· Online.Fundbüro
Wer etwas verloren hat, kann mithilfe einfacher Filtermöglichkeiten unmittelbar über die App danach suchen. Außerdem besteht die Möglichkeit, gefundene Gegenstände mit Bild direkt hochzuladen.

· Online.Terminvereinbarung
Um unnötige Wartezeiten zu umgehen, können Termine direkt mit den zuständigen SachbearbeiterInnen vereinbart werden. Zunächst beschränkt sich diese Funktion auf die Gewerbeabteilung.

· Online.Reservierung öffentlicher Gebäude
Mittels Filtermöglichkeiten können Bürgerhäuser und Schutzhütten zu bestimmten Daten gebucht werden.

„Mit der App sind wir Vorreiter in unserer Region. Gerade im ländlichen Raum ist es ein enormer Vorteil, bestimmte Dienstleistungen direkt von Zuhause aus oder auch von unterwegs abrufen zu können. Man ist nicht mehr an Öffnungszeiten gebunden und zudem entfällt der weite Weg in die Verwaltung“, so Jasmin Brandt, Anwärterin für das 3. Einstiegsamt.

Mit dem Projekt ist es unseren Auszubildenden Jasmin Brandt, Felix Bros, Anna-Lena Foegen, Adrian Gräf und Bastian Schmitz gelungen, einen wichtigen Schritt in Richtung „Digitale Verwaltung“ zu machen. „Die Digitalisierung schreitet voran, in der freien Wirtschaft gleichermaßen wie im öffentlichen Dienst. Wir dürfen uns ihr nicht verwehren, sondern versuchen, ihre positiven Auswirkungen zu filtern und sie uns im Hinblick auf das Zusammenspiel mit unseren Bürgerinnen und Bürger zum Nutzen machen“, erklärt Bürgermeister Junk.

Alles in allem war es somit ein mehr als gelungenes Projekt. Neben dem Mehrwert für die Verbandsgemeinde konnten auch die Azubis einiges an neuen Erfahrungen mitnehmen. Sie sind in den vergangenen sieben Monaten nicht nur zu einem tollen Team zusammengewachsen, sie sind auch durch den Erwerb neuer Fach- und Sozialkompetenzen über ihre Grenzen hinausgewachsen.

„Unser Team wird nicht aufgelöst. Wir werden nun in einem ersten Schritt die teilnehmenden OrtsbürgermeiterInnen mit der App vertraut machen, dass diese pünktlich ab 01. Januar online gehen kann. Anschließend arbeiten wir weiterhin an neuen innovativen Funktionen, die den Bürgerinnen und Bürgern zukünftig das Leben noch mehr erleichtern werden“, erklärt Adrian Gräf, Anwärter für das 2. Einstiegsamt.

Foto: Rolando de Sousa

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