Bürgermeister Junk informiert zum Corona-Virus (30.10.2020)

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am gestrigen Donnerstag meldete das Robert-Koch-Institut bundesweit 16.774 Neuinfektionen - der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Diese Tatsache verdeutlicht, dass die zuletzt beschlossenen Maßnahmen leider nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Bedauerlicherweise auch nicht in unserem Landkreis. Aktuell (Stand: 28.10.2020) sind 243 COVID-19 Erkrankte im Landkreis Bernkastel-Wittlich bekannt , davon 38 in Wittlich-Land, die sich über die gesamte Verbandsgemeinde verteilen. Es sind bis dato - zum Glück - keine Hotspots entstanden. Auch die unterschiedlichen Einrichtungen sind bisher allenfalls mit Einzelfällen betroffen gewesen. All dies kann sich – wie an anderer Stelle geschehen - innerhalb weniger Tage verändern. Insofern hoffe ich sehr, dass wir hiervon weiterhin verschont bleiben. Der 7-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner liegt bei 128. In nahezu allen Regionen Deutschlands ist jedoch ein exponentieller Anstieg der Neuinfektionen zu verzeichnen.

Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen haben unsere Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am vergangenen Mittwoch gemeinsam erneut umfassende und bundesweit einheitlich geltende Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Um diese nachweisliche Infektionsdynamik zu unterbrechen, treten ab Montag, den 02.11.2020 im Wesentlichen folgende Maßnahmen deutschlandweit in Kraft:

  1. Der Aufenthalt im öffentlichen und privaten Raum ist nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands, jedoch maximal mit 10 Personen gestattet.
  2. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.
  3. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  4. Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Hierzu gehören u. a. Theater, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, der Freizeit- und Amateursportbetrieb (mit Ausnahme des Individualsports alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand) auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Saunen und Fitnessstudios.
  5. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.  
  6. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, z. B. Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios, werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, z. B. Physio-, Ergo- und Logotherapien bleiben weiter möglich.

Schulen und Kindergärten, ebenso der Groß- und Einzelhandel bleiben unter Beibehaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen geöffnet. Auch unsere Verwaltung ist weiterhin zu den normalen Öffnungszeiten geöffnet.

Die Maßnahmen werden vorerst bis Ende November befristet.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
es sind tiefgreifende Maßnahmen, die jeden von uns treffen. Ich bedauere sehr, dass die v. g. Betriebe und Unternehmen trotz gut ausgearbeiteter Hygienekonzepte nun wieder massiv in der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeiten eingeschränkt werden und hoffe, dass die als Ausgleich für die temporären Schließungen vom Bund bereitgestellten außerordentlichen Wirtschaftshilfen schnell und unbürokratisch fließen. Ob diese Maßnahmen nun in Gänze verhältnismäßig sind oder nicht, ist sicherlich diskussionswürdig, lässt sich von uns abschließend jedoch nur schwer beurteilen. Selbst die Experten auf Bundesebene sind sich nicht einig, ob beispielsweise die Schließung der Restaurants nicht dazu führt, dass sich die Menschen verstärkt in privaten Räumen treffen. Ich habe daher vollstes Verständnis, dass es unterschiedliche Auffassungen zu diesem Maßnahmenpaket gibt. Doch bei aller Diskussion müssen wir uns eines immer wieder vor Augen führen: Wir können nichts tun und abwarten, was passiert oder wir können nach reiflicher Abwägung unterschiedlicher Möglichkeiten eine Entscheidung treffen. In beiden Fällen wissen wir aber erst im Nachhinein, ob es die richtige war. Insofern – auch wenn ich persönlich in dem ein oder anderen Punkt eine andere Meinung vertrete – habe ich großen Respekt vor dem eingeschlagenen Weg, der keinem einfach fällt. Es liegt nun an jedem Einzelnen von uns, wie sich die nächsten Wochen entwickeln werden – jeder ist gefragt!

Im Mittelpunkt stehen die Gesundheit und die Zukunft von uns allen. Deshalb bitte ich Sie von ganzem Herzen, lassen Sie uns gemeinsam diese schwierige Zeit durchstehen, lassen Sie uns trotz unterschiedlicher Auffassungen zusammenhalten und beachten Sie die getroffenen Regelungen! Nur so können wir darauf hoffen, Weihnachten im Kreise der gesamten Familie verbringen zu dürfen!

Bis dahin, bleiben Sie gesund!

 

Herzlichst
Ihr
Dennis Junk

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