Bürgermeister Junk informiert zum Corona-Virus (18.09.2020)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mittlerweile leben wir in der 27. Woche der Corona-Pandemie. Aufgrund der tagtäglichen Berichterstattung habe ich mich in den letzten Wochen bewusst zurückgehalten, denn die Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate haben ja gezeigt, dass wir alle hier bei uns in der Verbandsgemeinde sehr sensibel und vernünftig mit dem Thema umgegangen sind. Erfreulicherweise ist es zu keinen größeren Verbreitungen und Hotspots gekommen. Was letztlich die Unvernünftigkeit einer einzelnen Person bewirken kann, haben wir nun wieder am Beispiel Garmisch-Partenkirchen sehen können. Auch wenn die politischen Rahmenbedingungen, die Vorgehensweisen der Betriebe und auch die einheimische Bevölkerung sich bestmöglichst aufstellt, so kann man einen solchen Fall, in dem eine einzige Person sich nicht an die Bedingungen hält, nie ausschließen. Dies müssen wir uns leider immer wieder bewusst machen. Innerhalb kürzester Zeit steht man plötzlich wieder vor massiven Einschränkungen, die erneut die Betriebe wirtschaftlich stark treffen, die Arbeitsplätze gefährden und Eltern an ihre Belastungsgrenzen bringen. Insofern danke ich Ihnen allen sehr herzlich, für Ihre Disziplin und die gegenseitige Rücksichtnahme. Wir werden noch eine lange Zeit mit der Pandemie leben müssen. Daher sollten wir bei aller Vorsicht auch wieder Schritt für Schritt eine „neue“ Normalität zulassen.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind im Landkreis 9 Personen an COVID-19 erkrankt, darunter noch eine Person aus unserer Verbandsgemeinde. Natürlich wäre es schön, wenn wir in den kommenden Tagen komplett COVID-frei wären und dies auch möglichst lange so bleiben würde. Wichtig ist, dass die medizinische Versorgung im Krankenhaus zu keinem Zeitpunkt an ihre Grenzen stößt und wir alle mit den Erfahrungen der vergangenen Monate nun auch besser vorbereitet sind, als dies zu Beginn des Jahres der Fall war. Wir sollten aber auch eine zweite Welle nicht herbeireden. Herbst und Winter stehen vor der Tür. Nicht jeder, der einen Schnupfen oder Husten haben wird, wird auch an COVID-19 erkrankt sein. Insofern werden wir auch hier alle gefordert sein, mit gesundem Menschenverstand uns den Herausforderungen zu stellen.

Dies gilt im Besonderen für unsere Kitas und Schulen, die ebenfalls eine schwierige Zeit hinter sich haben. In diesem Zusammenhang ist es absolut erfreulich, dass die am 17.08.2020 gestartete Rückkehr zum Regelbetrieb in Kindertagesstätten und Schulen bis dato – trotz aller Schwierigkeiten – so gut funktioniert hat. Auch hier danke ich allen, die dazu beigetragen haben, von ganzem Herzen, im Besonderen den Eltern und den jeweiligen Lehr- und Erziehungskräfte, die nach wie vor sehr verantwortungsvoll handeln.

Am vergangenen Mittwoch, 16.09.2020 ist nun die mittlerweile 11. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (11. CoBeLVO) in Kraft getreten. Diese gilt zunächst bis zum 31.10.2020.   

Wichtige Neuerungen sind u. a., dass in geschlossenen Räumen künftig Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen stattfinden können. Im Freien sogar mit bis zu 500 Personen. Selbstverständlich sind die „AHA-Regeln“, Abstand, Hygienemaßnahmen und Alltagsmaske tragen weiterhin zu beachten. Sie sind nach wie vor die allerwichtigsten Maßnahmen, um Ansteckungen zu verhindern. Erleichterungen gibt es auch im Einzelhandel, denn ab sofort ist eine Person pro 5m² Verkaufsfläche zugelassen. Bisher galt eine Fläche von 10 m² pro Person. 

Großveranstaltungen bleiben bis Ende des Jahres verboten. Die Landesregierung hat jedoch erklärt, dass dies nicht automatisch das Aus für z. B. St.-Martinsumzüge oder Weihnachtsmärkte bedeutet. Diese Veranstaltungen sind möglich, wir müssen uns allerdings bewusst sein, dass die Durchführung solcher Veranstaltungen anders sein wird, als wir es vor der Corona-Pandemie gewohnt waren. Wir werden uns gerade im Hinblick auf die St. Martinsumzüge in den kommenden Tagen mit dem Landkreis und den Nachbarkommunen zusammensetzen, um einen vertretbaren Weg zu finden. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir gerade diese kulturellen Traditionen auch in Zeiten von Corona wahren sollten. Hierzu bedarf es entsprechender Konzepte, die erarbeitet werden müssen. Dass solche Lösungen umsetzbar sind, haben nicht zuletzt die verschiedenen Kulturveranstaltungen an der Wallfahrtskirche in Klausen, sowie der Eifel-Kulturtage in Manderscheid auf der Turnierwiese gezeigt.  

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben in dieser außergewöhnlichen Zeit die Herausforderungen der Corona-Pandemie bis dato gut gemeistert. Lassen Sie uns auch in der nun kommenden kalten Jahreszeit und der damit zwangsläufig einhergehenden Steigerung der Infektionsrisiken weiterhin engagiert zusammenwirken und die nächste Etappe gemeinsam bewältigen. Über entsprechende Neuerungen werde ich Sie informieren.

Bis dahin, bleiben Sie gesund!


Herzlichst
Ihr
Dennis Junk
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land 

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