Bürgermeister Junk informiert zum Corona-Virus (12.02.2021)

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

zunächst möchte ich mich bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken. Mit einem Inzidenzwert von 33,8 (Stand 10.02.2021) liegen wir nun in unserem Landkreis Bernkastel-Wittlich bereits den 9. Tag unter der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit stehen wir sowohl in Rheinland-Pfalz als auch im Bundesgebiet bereits seit einigen Tagen sehr gut da. Das ist der Verdienst von Ihnen und uns allen. Dieses Zwischenziel wollen wir hier vor Ort nicht gefährden, insofern bitte ich Sie gleich zu Beginn, weiterhin sehr sensibel mit der aktuellen Situation umzugehen. Wir lagen in der vergangenen Woche bereits bei einem Inzidenzwert von 22,2. Allerdings müssen wir uns bewusst sein, dass bei einem solchen Virus es immer wieder zu Schwankungen kommen wird. Für uns sollte es jetzt wichtig sein, den Wert von 35 dauerhaft zu unterschreiten.

Auch bundesweit geht die Zahl der Neuinfektionen erfreulicherweise deutlich zurück. Am gestrigen Donnerstag meldete das RKI einen Inzidenzwert für Gesamtdeutschland von 64,2. In Rheinland-Pfalz lag der Wert sogar bei 55,2. Dies zeigt, dass wir trotz der neuerlichen Mutationen alle auf einem guten Weg sind und wir langsam doch wieder mehr Licht am Ende des Tunnels sehen. Hinzu kommt, dass ab kommender Woche mit AstraZeneca ein weiterer Impfstoff im Landkreis geimpft wird. Darüber hinaus wird auch Biontech nun mehr Impfstoff liefern, sodass wir in den kommenden Wochen auch wieder deutlich mehr Erstimpfungen durchführen werden. In diesem Zusammenhang möchte ich daraufhin hinweisen, dass trotz existierender Gerüchte bei uns im Impfzentrum bis dato noch keine einzige Impfdose vernichtet worden ist. Es gibt ausreichend "Wartelisten", die im Bedarfsfall kurzfristig abtelefoniert werden. Insofern bitte ich Sie herzlich, sich nicht verunsichern zu lassen. Im Impfzentrum sowie auch in unserer Teststation wird sehr verantwortungsbewusst hervorragende Arbeit geleistet.  

Trotz dieser positiven Entwicklungen ist aufgrund der Gesamtsituation der Zeitpunkt noch nicht gekommen, um größere Lockerungen zu ermöglichen. Die Gefahr bei einem zu frühzeitigem Öffnen in einem dritten Lockdown zu enden, ist zu hoch! Gleichwohl gebe ich offen zu, dass ich mir von der am Mittwoch stattgefundenen Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin einen klareren Zukunftsplan gewünscht habe. Wir alle wollen das Erreichte nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, dennoch brauchen wir auf allen Ebenen deutlich mehr Perspektiven. Wissentlich, dass eine neuerlich außergewöhnliche Entwicklung auch diese wieder verwerfen kann.

So wurde sich auf eine Verlängerung des bestehenden Lockdowns bis zum 07. März verständigt. Darüber hinaus wurden u. a. folgende Grundsatzbeschlüsse gefasst:

* Öffnung der Schulen und Kitas
Die Öffnung von Schulen und Kindergärten haben höchste Priorität. Daher wird dieser Bereich unter Einhaltung strenger Hygienekonzepte als erstes schrittweise wieder geöffnet.

In Rheinland-Pfalz werden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 – 4 in den Grundschulen  am dem 22. Februar 2021 zumindest wieder im Wechselunterricht unter der Einhaltung strenger Hygienekonzepte unterrichtet. 

Für alle Schülerinnen und Schüler gilt Maskenpflicht im Unterricht. Medizinische Masken werden empfohlen, es sind aber auch Alltagsmasken weiter zugelassen.

Erfreulicherweise sollen auch Erzieherinnen und Erzieher sowie das gesamte Lehrpersonal in der Impfreihenfolge vorgezogen werden. Ich halte dies für sehr wichtig, da der tagtägliche Umgang mit Kindern gerade in dieser außergewöhnlichen Zeit eine besondere Herausforderung darstellt.

* Friseurbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken den Betrieb ab 01.03.2021 wieder aufnehmen.

* Weitere Öffnungsschritten sind bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner möglich.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir alle sind coronamüde und der nun schon sehr langandauernde Lockdown bringt uns alle insbesondere mental an unsere Belastungsgrenzen. Gerade auch für unsere Kinder ist es extrem schwierig. Ich merke das jeden Tag bei meinen beiden Kindern. Trotzdem, es hängt neben den Impfungen auch ein großes Stück an uns selbst, wann wir wieder Schritt für Schritt zu Lockerungen kommen. Ich betone nochmals, im Landkreis sind wir nun seit 9 Tagen sehr stabil unterwegs. Deshalb besteht Grund zur Zuversicht. Lassen Sie uns nochmal gemeinsam für die nächsten drei Wochen alle Kräfte bündeln. Herzlichen Dank und vor allem bleiben Sie gesund.

Ihr
Dennis Junk
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land


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