Azubi-Blog Vol. 13 - Geschafft! In drei Jahren Studium von der Auszubildenden zur Verbandsgemeindeinspektorin

Rückblickend auf das Abschlussjahr meines Studiums kann ich sagen, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Mit Beginn der Corona-Pandemie begann auch für mich das Home-Studying und es hieß: Zuhause bleiben und online lernen.

Durch Video-Meetings mit meinen Studienkollegen und den Dozenten der HöV Mayen sowie die hochschuleigene Plattform Ilias wurde uns der Lernstoff für das letzte Studienjahr digital vermittelt. Wo vorher 100 % Präsenzunterricht an der Hochschule in Mayen stattfand und ich jeden Tag ungefähr 45 Minuten mit dem Auto anreiste, konnte ich jetzt die Vorteile des Home-Studying genießen, morgens wesentlich länger schlafen und mir den Tag durch flexible Online-Lerneinheiten im Selbststudium eigenständig strukturieren. Flexibles Selbststudium? Das kann auch gleichzeitig ein „Nachteil“ sein für diejenigen, die einen strukturierten Alltag zum Lernen benötigen. Die ursprünglichen klassischen Stundenpläne wurden teilweise abgeschafft und es war uns vollkommen selbst überlassen, wann welche Online-Lerneinheit bearbeitet und abgeschickt wird. Wichtig war nur die Einhaltung der Abgabefrist der Aufgaben. Durch den reinen Online-Austausch habe ich schnell gemerkt, dass mir die sozialen Kontakte mit meinen Studienkollegen fehlen und auch das Lernen für die Abschlussklausuren war durch die Pandemie anders und mit sehr viel mehr Selbstdisziplin verbunden. Gerade neue komplexe Themengebiete konnte ich mir schwer selbst aneignen und hätte an dieser Stelle lieber wieder auf den Frontalunterricht mit meinen Dozenten zurückgegriffen.


Nichts desto trotz absolvierte ich meine Abschlussprüfungen im Februar dieses Jahres erfolgreich und konnte so in die letzte Phase meines Studiums übergehen – die Thesis (Bachelorarbeit). Meinen Themenschwerpunkt hatte ich bereits im Januar 2020 an der HöV Mayen angemeldet und war für mich ganz klar: Digitalisierung in der Kommune anhand unserer selbst entwickelten App „Mein Wittlich.Land“. Gerade die Literaturrecherche stellte sich durch die pandemiebedingte Schließung der Bibliotheken als schwierig heraus. Zum Glück konnte ich hier auf viele Online-Bibliotheken von anderen Hochschulen oder unserem eigenen Scan-Service der HöV zurückgreifen und mir die nötige Literatur digital herunterladen bzw. zusenden lassen sowie im Anschluss auswerten. Nach sechs langen Wochen war es endlich geschafft und es hieß am 25. März 2021 Abgabe der Thesis – ein befreiendes Gefühl zu wissen, dass drei Jahre Studium zu Ende sind und ich kurz vor der Ziellinie stehe. 

Insgesamt hat mir das duale Studium zur Verbandsgemeindeinspektorin sehr gut gefallen. Ich wurden in vielen verschiedenen Abteilungen eingesetzt und konnten dort die Kolleginnen und Kollegen bei ihrer täglichen Arbeit begleiten und die Zeit aktiv mitgestalten. Vor allem die abwechslungsreiche Arbeit und Einblicke, wie zum Beispiel in den Alltag der Feuerwehr oder im Bürgerbüro der Verwaltung, haben dafür gesorgt, dass es nie langweilig wurde und ich in fast alle Bereiche der Verwaltung reinschnuppern konnte. Mein persönliches Highlight war die Teilnahme am Projekt „DigiScouts“ im Jahr 2019 im Fachbereich 1. Niemals hätten wir zu Beginn des Projektes gedacht, dass unsere App „Mein Wittlich.Land“ daraus entstehen würde und heute ein wichtiger Bestandteil der Verwaltung ist. Es war toll, diese Erfahrungen der eigenständigen Projektarbeit sammeln zu können und gleichzeitig einen Mehrwert für die Verwaltung zu schaffen. Aber auch als Team sind Adrian Gräf, Bastian Schmitz, Anna-Lena Foegen, Felix Bros und ich zusammengewachsen und seitdem gute Azubikollegen geworden.

Mit Abschluss meiner Thesisverteidigung im Juni dieses Jahres werde ich zur Verbandsgemeindeinspektorin der Verbandsgemeinde Wittlich-Land ernannt. Ab sofort bin ich wieder in der Verbandsgemeindeverwaltung eingesetzt und freue mich auf viele neue Herausforderungen sowie meine „neuen“ alten Kolleginnen und Kollegen im Haus. Da ich nun keine Auszubildende mehr bin, werde ich das Zepter an die nächste Azubine im gehobenen Dienst weitergeben und von meinem neuen Arbeitsplatz aus ihren Werdegang gespannt verfolgen.

Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung und vielleicht schon bis ganz bald! :)


Eure Jasmin

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