Im Meulenwald

Im Meulenwald
 

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Die Trilogie der Erlebnisschleifen in der südlichen Eifel, die diese Mittelgebirgslandschaft mit der Mosel verbindet, wird vervollständigt durch die Erlebnisschleife „Im Meulenwald“. Wie der Name schon sagt, verläuft diese Strecke hauptsächlich durch das Landschaftsschutzgebiet Meulenwald. Das erstreckt sich etwa zwischen Wittlich und Trier und wird begrenzt durch die beiden Flüsse Kyll und Salm, die beide in die Mosel münden.

Als Start empfiehlt sich die Salmbrücke in Dreis. So wie bei den bereits vorgestellten anderen Erlebnisschleifen auch, wandern wir im Uhrzeigersinn an der Tennisanlage vorbei in den Dörbacher Wald. Der Weg führt uns hier gleichzeitig über den Karl-Kaufmann-Weg und den Mineralquellen-Wanderweg bis zu dem idyllischen Eifelort Dodenburg. Dodenburg, ein kleines verträumtes Dorf hat einiges zu bieten. Neben einem Schloss mit einem Schlosspark gibt es hier ein Hotel, eine sehr schöne Pension und ein Gasthaus sowie zwei Obstbrennereien. 

Schloss Dreis (Bild: Astrid Mehrfeld)Diese Landschaft im sogenannten „Heckenland“, die wir jetzt durchqueren, ist etwas abseits von Hektik und Trubel gelegen und daher hervorragend für Wandertouren geeignet. Täler wechseln sich mit Hochflächen ab, auf denen man großartige Weitblicke hat.

Wenn wir Dodenburg verlassen, durchqueren wir das Bendersbachtal und können linker Hand zu einer sprudelnden Dreesquelle gehen. In dieser Gegend gibt es etliche Mineralquellen, die wir noch erreichen.

In Heckenmünster lohnt es sich, einen kurzen Blick in die Pfarrkirche zu werfen, an der wir direkt vorbeigehen.

Unser weiterer Weg führt uns durch den Ort und dann bergauf bis zur Viktoriaquelle. Sie ist überregional bekannt, an einer Informationstafel können wir uns näher über das ehemalige römische Quellheiligtum und die dort vorhandenen Mineral- und Schwefelquellen informieren. Die Schwefelquelle macht bereits durch ihren Geruch auf sich aufmerksam.

Dierscheider Turm (Bild: Peter Zenner)Wir wandern weiter durch einen lichten Wald und erreichen, nachdem wir am Hansenkreuz vorbei gegangen sind, den höchsten Berg der Südeifel. Es ist der Kellerberg bei Dierscheid mit 448 Metern Höhe. Die Gemeinde Dierscheid hat hier einen 22 m hohen Aussichtsturm errichtet. Eine Besteigung lohnt sich in jedem Fall. Man hat überwältigende Ausblicke in die gesamte Eifel.

Vom Kellerberg geht’s nun wieder bergab in Richtung Naurath. Sehenswert sind hier ein restauriertes Backhaus und das Hotel und Brauhaus Zils. Hier braut der Braumeister sein Bier noch selbst. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Durst zu löschen. Sie haben auch die Möglichkeit, hier zu übernachten.

Die Erlebnisschleife führt jetzt weiter durch das Herz des Meulenwaldes in Richtung Zemmer. Hinter dem Ort lädt der Gasthof „Rothaus“ zum Verweilen ein. Wir überqueren hier die Straße und gelangen in ein größeres Waldgebiet. Es ist Rückzugsgebiet für Wild, insbesondere für Hirsche. Wir gehen jetzt ein gutes Stück über die ehemalige römische Langmauer. Sie diente früher als Schutzwall und ist heute noch an verschiedenen Stellen, sowie original als auch nachgebaut, zu sehen. Im „Wiesenwald“ informiert eine Tafel über die Geschichte der Langmauer.

Wir gehen weiter Richtung Greverath und erreichen den Rastplatz „Steinessebeerchen“. Hier entspringt ein Bach, man kann sich auf mehreren Liegen und an Rastplätzen erholen, die Stille des Waldes erleben und dem Vogelgezwitscher zuhören. Das ist in der Tat Entspannung pur!

Danach erreichen wir Greverath, wo der Weg direkt an einer ehemaligen Schmiede vorbei führt, die als Museum eingerichtet ist. Das Gasthaus „Zum Weißenstein“ bietet mittags und abends zünftiges Essen an. Hier verlassen wir den Ort in Richtung Gladbach. Versäumen Sie in Gladbach nicht, ein ausgeschildertes Biotop in der Ortsmitte zu besichtigen. Es lädt zum kurzen Verweilen ein.

Höhenprofil

Ab Gladbach führt die Strecke über einen extra für die Erlebnisschleife angelegten schmalen Pfad in Richtung Bruch. Der Gladbach begleitet uns auf diesem Weg. Dabei passieren wir die ehemalige Ölmühle. Kurz vor Bruch verlassen wir die Strecke des Eifelsteiges und wandern in Richtung Dreis. Linksseitig im Tal fließt gemächlich die Salm vor sich hin. Wir erreichen über einen Höhenweg das Hotel Sonnora, steigen den kurzen Pfad hinab und gelangen wieder an den Start unserer Tour, die Salmbrücke bei Dreis.

Die Erlebnisschleife „Im Meulenwald“ ist 32 Kilometer lang und führt gleichzeitig 10,5 Kilometer davon über den Eifelsteig. An Höhenmeter waren 709 m zu überwinden. Man benötigt für die Strecke 6 – 8 Stunden, eine Übernachtung in Naurath empfiehlt sich.

Durch einen Verbindungsweg ist es auch möglich, die Erlebnisschleife an 2 Tagen jeweils als Tageswanderung zu erkunden. Er zweigt unterhalb der Schutzhütte Dierscheid ab und trifft in Greverath wieder auf Eifelsteig und Erlebnisschleife.




Hans Munzel (Bild: Astrid Mehrfeld)
Der Wegepate

Hans Munzel, wohnhaft in Niersbach, ist Wegepate für die Erlebnisschleife „Im Meulenwald“. Er ist ein überzeugter Naturfreund und organisiert eigene Wanderungen. Besonders seine Pilzwanderungen im Herbst sind sehr beliebt. Der Wanderführer ist ausgebildeter Bestandserfasser des Deutschen Wanderverbandes für die Zertifizierung von Prädikatswanderwegen.





Finanzierung

Die Realisierung der Erlebnisschleifen wurde durch eine Förderung des Landes Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau ermöglicht.
 
 


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